Winterpause – Ab 1. März 2026 ist das Museum wieder geöffnet
Winterpause – Ab 1. März 2026 ist das Museum wieder geöffnet

Über Uns

Das Nolde Museum Seebüll bewahrt nicht nur das künstlerische Erbe Emil Noldes, sondern auch seinen ursprünglichen Wunsch, einen lebendigen Ort der Kunst und Begegnung zu schaffen. Die Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde, gegründet auf testamentarische Verfügung des Künstlerpaars, ist Trägerin des Museums und verwaltet den umfangreichen Nachlass. Als unabhängige Institution ermöglicht sie internationale Ausstellungen, nachhaltige Vermittlungsarbeit und die Pflege des authentischen Lebens- und Schaffensortes in Seebüll. Kuratorium und Direktion sichern gemeinsam die langfristige Erfüllung dieses kulturellen Auftrags.

Über Uns
Farbenvielfalt in Noldes Wohnräumen
Foto: R. Kerpa

Stiftung

Schon früh bewegte Emil Nolde der Gedanke, für sein Werk eine dauerhafte Bleibe zu schaffen – eine „selbständige, freie Stiftung“, die der Allgemeinheit zugänglich sein sollte. Gemeinsam mit seiner Frau Ada verfügte er testamentarisch die Gründung der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde.

Das Vermächtnis von Emil Nolde

In der Präambel seines Testaments schrieb Nolde:„Alle europäischen Städte und Großstädte haben ihre Museen voll tausender Kunstwerke aus alter und neuer Zeit. Es hat dies für die vielen Menschen seine große Schönheit und auch den Nachteil des allzu viel Gebotenen und der Übermüdung. […] Ganz gegensätzlich diesem sollen in unserem kleinen Gewese in ländlicher, einfacher Natur die Menschen unserer engeren Heimat einerseits und andererseits – bildlich gesprochen – der suchende, geistige Wanderer aus allen Landen eine bescheidene, besondere Stätte finden, wo ihm etwas Glück und künstlerisch-geistige Erholung gegeben wird.“

Die Nolde Stiftung Seebüll verwaltet den umfangreichen Nachlass des Künstlers, erhält sein Werk für die Nachwelt und vermittelt es weltweit. Dank der reichen Sammlung an Gemälden, Aquarellen, „Ungemalten Bildern“, Zeichnungen sowie graphischen und kunsthandwerklichen Arbeiten zeigt die Stiftung jährlich wechselnde Ausstellungen in Seebüll. Zudem organisiert sie in Kooperation mit bedeutenden Museen internationale Ausstellungen und stellt Leihgaben für ausgewählte Präsentationen zur Verfügung.

Vogelperspektive auf das Nolde-Haus und den Nolde-Garten im frühen Frühling; die Beete sind noch kahl, geschwungene Wege sind gut sichtbar.
Nolde-Haus und -Garten aus der Vogelperspektive
Foto: Storyfischer

Kuratorium

Das Kuratorium der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde

Als Stiftungsorgan ist das Kuratorium der am 12. Juni 1956 gegründeten Nolde Stiftung Seebüll zugleich Vorstand im Sinne des § 26 BGB. Zu seinen Aufgaben gehört u. a. die Verwaltung des Stiftungsvermögens. Zugleich nimmt das Kuratorium Aufsichtsfunktionen wahr, um die dauernde und nachhaltige Erfüllung des Stiftungszwecks sicherzustellen. Das Gremium besteht aus zehn Personen. Die ersten Kuratoriumsmitglieder waren noch von Emil Nolde in seinem Testament persönlich bestimmt worden. Bei Ausscheiden eines Mitglieds ergänzt es sich durch Zuwahl. 

Dem Kuratorium gehören an:

  • Dr. Hans-Joachim Throl (Vorsitzender)
  • Dr. Anke Nordemann-Schiffel (Stellv. Vorsitzende)
  • Anne Blond
  • Dr. Bettina Kaufmann
  • Landrat Florian Lorenzen
  • Dr. Ulrich Luckhardt
  • Thomas Menke
  • Dr. Christian Ring
  • Michael Rohbeck

Ehrenmitglieder des Kuratoriums:

  • Jolanthe Nolde (†)
  • Prof. Karl Heinrich Girgensohn (†)
  • Prof. Dr. Volker Scherliess (†)
  • Prof. Hermann Gerlinger
  • Fritz von Beyme

Kuratoriumsvorsitzender Dr. Hans-Joachim Throl:„Es war der vordringliche Wunsch von Emil Nolde, dass seine Stiftung frei und selbständig existiert und so lange wie möglich von seinem Willen geprägt bleibt. Dies zu gewährleisten, ist und bleibt unsere Verpflichtung. Damit stellen wir sicher, dass sich noch viele Generationen an der Kunst dieses bedeutenden Malers erfreuen können. Und nirgends auf der Welt geht dies besser als in Seebüll, wo Nolde lebte und arbeitete. Hier bilden sein künstlerisches Werk und die nordfriesische Landschaft eine Einheit. Wer Seebüll besucht, kann sich der Magie des Ortes nicht entziehen und versteht die Kunst von Emil Nolde einfach besser.“

Außenansicht des Nolde-Hauses mit blauer Eingangstür, rotem Klinker und markanter Fensterfront des Bildersaals; der Bau erinnert an den Bauhausstil der 1920er Jahre.
Blick auf das markante Nolde-Haus
Foto: D. Dunkelberg, © Nolde Stiftung Seebüll

Direktion

Dr. Christian Ring

Direktor

Christian Ring, geboren 1976, studierte nach mehrjähriger Tätigkeit in einer Bank Kunstgeschichte und Philosophie an den Universitäten Kassel und Bonn. Von 2006 bis 2008 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hamburger Kunsthalle tätig und promovierte 2009 mit einer Dissertation über Gustav Pauli und die Hamburger Kunsthalle. Anschließend absolvierte er von 2008 bis 2010 ein wissenschaftliches Volontariat am Museum Giersch in Frankfurt am Main, wo er danach als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war. Von 2011 bis 2013 wirkte Dr. Ring als stellvertretender Direktor der Nolde Stiftung Seebüll. Seit dem 21. September 2013 leitet er als Direktor die Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde.

Dr. Tamara Schneider

Stellvertretende Direktorin

Tamara Schneider studierte Kunstwissenschaften, Germanistik und Anglistik an der Universität Kassel und promovierte im Fach Kunstwissenschaften zu Japonismen in Whistlers Frühwerk. Nach Tätigkeiten in verschiedenen Museen in Deutschland (u.a. Kunsthalle Fridericianum, Kassel) unterrichtete und forschte sie acht Jahre als Dozentin an japanischen Universitäten (u.a. Doshisha Universität, Kyoto). Frau Schneider war als Kuratorin in Elternzeitvertretung an der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen tätig, bevor sie Anfang 2024 als wissenschaftliche Kuratorin in die Nolde Stiftung Seebüll wechselte. Seit Februar 2026 ist sie Stellvertretende Direktorin.