Emil Noldes Leben in Jahreszahlen
1867 Emil Hansen wird am 7. August als Sohn eines Bauern im Dorf Nolde (Schleswig) geboren. Er wird Holzbildhauer und Zeichner.
1892–1897 Lehrtätigkeit am Industrie- und Gewerbemuseum in St. Gallen. Er beschließt, freier Maler zu werden.
1898 Die Münchner Akademie lehnt ihn ab. Besuch der Malschule von Friedrich Fehr.
1899 Wechsel an die Hölzel-Schule in Dachau. Im Oktober Reise nach Paris, Besuch
der Académie Julian und Selbststudium im Louvre.
1900 Wanderungen durch Dänemark. Im Herbst Einmietung in Kopenhagen.
1901 In Kopenhagen. Im Sommer Aufenthalt in Lild Strand in Jütland.
1902 Heirat mit der dänischen Schauspielerin Ada Vilstrup. Änderung des Namens zu Nolde.
1903 Fischerhaus auf der Ostseeinsel Alsen mit einem Bretteratelier am Strand; im Winter leben die Noldes meist in Berlin.
1906 Mitglied der Künstlergruppe Brücke (bis 1907).
1913/14 Südseereise als Mitglied der Medizinisch-demographischen Deutsch-Neuguinea-Expedition.
1916 Umzug in das Bauernhaus Utenwarf bei Ruttebüll.
1919 Mitglied im Arbeitsrat für Kunst.
1920 Volksabstimmung im deutsch-dänischen Grenzgebiet; Utenwarf wird dänisch, Nolde dänischer Staatsbürger.
1921 Max Sauerlandt verfasst unter aktiver Mitwirkung von Nolde eine erste Monographie. Reise nach London, Plymouth, Paris, Toulouse, Barcelona, Granada, Madrid und Toledo. Im August Ausstellung der religiösen Bilder in der Lübecker St. Katharinenkirche.
1927 Bau des Wohn- und Atelierhauses Seebüll (Aufstockung des Bildersaals 1937).
1931 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste.
1933 Nolde setzt große Hoffnungen in die Nationalsozialisten und wird als dänischer Staatsbürger Mitglied der „Nationalsozialistischen Arbeitsgemeinschaft Nordschleswig“ (NSAN), einer Organisation der deutschen Volksgruppe im dänischen Grenzbereich, die im Jahr darauf durch die Gründung der „Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei Nordschleswig“ (NSDAPN) gleichgeschaltet wird. Er arbeitet an einem nicht überlieferten Plan, der eine territoriale Lösung der sogenannten „Judenfrage“ – eine Aussiedlung der Juden – vorsieht und den er Adolf Hitler unterbreiten will.
1937 Beschlagnahmung von 1052 Werken Noldes in deutschen Museen, einige werden in der Ausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt.
1938 Nolde verfasst mehrere anbiedernde Briefe, so am 2. Juli an den Propagandaminister Joseph Goebbels.
1941 Ausschluss aus der „Reichskunstkammer“ und Berufsverbot. Rückzug nach Seebüll. Es entstehen weitere kleinformatige Aquarelle, die sogenannten „Ungemalten Bilder“. Bis zum Zusammenbruch des „Dritten Reiches“ bleibt Nolde Anhänger des nationalsozialistischen Regimes.
1946 Tod von Ada Nolde.
1948 Heirat mit Jolanthe Erdmann.
1956 Nolde stirbt am 13. April in Seebüll. Errichtung der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde.
1957 Seebüll wird dem Wunsch von Ada und Emil Nolde entsprechend für Besucher geöffnet. Joachim von Lepel, der noch von Nolde bestimmte Direktor, richtet die erste Jahresausstellung ein: „Ada und Emil Nolde zum Gedächtnis“.
Für eine vertiefende Lektüre empfehlen wir unsere ausführliche Biographie Emil Noldes. Die Broschüre ist im Museumsshop erhältlich – oder Sie können sie hier als PDF einsehen.









